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Arbeiter in Boliviens Silberberg

Mineros de Potosi

Im Abendlicht, mit der hellerleuchteten Stadt Potosi zu Füssen, kann man erahnen, welch sagenhafte Reichtümer sich im Cerro Rico befanden. Potosi war einst die grösste und wohlhabendste Stadt Südamerikas. Der Berg hingegen, dem die Stadt ihren Reichtum zu verdanken hat, ist dunkel, eng und stickig. Pfeifende Rohre sollen Frischluft in den Silberberg bringen und über rumpelnde Loren wird Abraum nach draussen geschafft.

Bereits die Inka bauten hier Edelmetalle ab. Im Rahmen der Conquista gründeten die spanischen Kolonialherren im Jahr 1545 eine Bergbausiedlung und die kommerzielle Förderung begann. Mit der Ausbeutung der Silber und Edelmetallvorkommen erlebte Potosi eine wirtschaftliche Blüte. Diese wurde jedoch teuer erkauft. Unzählige Indigenas verloren aufgrund der unmenschlichen Arbeitsbedingungen im Cerro Rico ihr Leben. Trotz verbesserter Fördermethoden arbeiten die Minenarbeiter im Cerro Rico immer noch unter archaischen Bedingungen. Aufgrund der schlechten Belüftung im Berginneren ist die „Staublunge“ die häufigste Todesursache unter den Mineros.

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